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Name:

Schellkraut
Chelidonium majus L. 
Schöllkraut, Gelbkraut, Schwalbenkraut, Warzenkraut. 

Standort:

Auf Schutthaufen, an Wegen, Hecken, Mauern, auf Felsen und unbebautem Boden.
Ausdauernder Wurzelstock, der ca. 50 cm hohe, kräftige, weichhaarige, oben wiederholt zweiteilige Stengel treibt, die fiederspaltige, langgestielte, graugrüne, rundlappige Blätter tragen.  

Blütezeit:

Mai- Herbst: gelb.

Sammelzeit:

Ende April und im Mai.

Wirkstoffe:

Chelidonium – Alkaloide: Chelidonin, Chelerythrin sowie Chelidonsäure. Protopin, Homochelidonin.

Wirkung:

Das frische Kraut enthält einen orangegelben, scharfen Milchsaft, der auf der haut Entzündung hervorruft. Wurzel und Kraut in frischem Zustand riechen unangenehm und schmecken bitter und scharf.
Giftig ist der Milchsaft der Pflanze. Durch unvorsichtigen Gebrauch des Saftes, sowie durch Verwechslung mit dem Meerettich sind verschiedentlich Vergiftungen herbeigeführt worden.

Verwendung:

Das Kraut.

Anwendung:

Wird vielfach als Warzenmittel benutzt (Milchsaft). Gegen geschwollene Füße legt man täglich frisches Schöllkraut in die Strümpfe. Das Kraut findet Verwendung bei Gelbsucht, Wassersucht, veralteten Hautausschlägen und hartnäckigen Wechselfiebern. Ein Extrakt aus dem Kraut wird gegen Unterleibsleiden empfohlen; als Heilmittel gegen Leberleiden zweifelhaft. Die Anwendung kann unter Umständen gefährlich werden. Ebenso gute Mittel finden wir unter giftfreien Heilkräutern. 
In der Homöopathie wird Chelidonium gegen Magenkrampf und leberleiden gebraucht. 

Gegenmittel:

Kampfer

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Name:

Schierling gefleckter
Conium maculatum L.
 
Blutschierling, Erdschierling, Wutschierling, Wüterich. 

Standort:

An feuchten, schattigen Stellen, Mauern, Hecken, auf Schutthaufen.
Die gelblichweiße, spindel- oder fast spindelförmige Wurzel ist zweijährig. Der bis zu 1,80m hohe aufrechte stilrunde Stengel ist, besonders unten, rot gefleckt; Äste weniger gefleckt oder ungefleckt; Blätter kahl, die Wurzelblätter gefiedert- vielfach- zusammengesetzt, die mittleren gefiedert- doppelt- zusammengesetzt, die obersten einfach- zusammengesetzt- gefiedert. Blättchen länglich, in zahnförmige Zipfel gespalten. Früchte rundlich, mit gekerbten Riefen.  

Blütezeit:

Juli- August: weiße Dolden

 

 

Wirkstoffe:

Koniin, Konizein, Methylkoniin, Konhydrin, Pseudokonhydrin. Koniin ist in allen Teilen der Pflanze enthalten, besonders in den Früchten. Vor der völligen Reife.

Wirkung:

Alle Teile sind giftig, besonders die Früchte, am wenigsten die Wurzel. Die frische Pflanze hat gerieben einen widerlichen Geruch, getrocknet riecht sie mäuseartig. Die Blätter schmecken widerlich salzig- bitterlich.
Das Koniin wirkt besonders giftig auf das Rückenmark und die Nerven des Herzens und der Atmungsorgane. Vergiftungserscheinungen sind: Schwindel, Erbrechen, Bewusstlosigkeit, Schaum vor dem Mund, aufgetriebener Leib, Lähmung der unteren Gliedmaßen, bläuliche Gesichtsfarbe, langsamer Puls, Raserei, die nach 1-3 Stunden unter Krampferscheinungen und allgemeiner Lähmung meist schmerzlos zum Tode führen. Vergiftungen können durch Verwechslung mit Anis vorkommen. 

Verwendung:

Blätter, blühende Zweige, unreife Früchte.
Im Frühjahr soll die Pflanze kein Koniin enthalten.

Anwendung:

In der Medizin dient das Kraut (Herbae Conii) äußerlich als Kataplas bei schmerzhaften Drüsentumoren und Geschwüren; innerlich wirkt der Saft reizmildernd, lähmend, in größeren Mengen tödlich. (Größte Einzelgabe des Krautes 0,5g, größte Tagesgabe 2g). Darf nur auf ärztliche Verordnung angewendet werden, da dem freien Verkehr entzogen. Man hüte sich vor Laienhafter Anwendung!
In der Homöopathie wendet man Conium maculatum gegen Krebs, Knochenfraß, Flechten, fressende Geschwüre, Drüsenverhärtungen, langwierigem Husten und Schlaflosigkeit an. 

Gegenmittel:

Sofort den Arzt rufen!
Brechmittel, dann Wein- oder Zitronensäure, Chloralhydrat, Chloroform, schwarzer Tee, Kaffee, kalte Umschläge auf Kopf und Nacken, Begießungen des Körpers, Hautreize, Gliederbewegung, künstliche Atmung. 

Name:

Schneeball
Viburnum opulus L. 
Bis 4 m hoher Strauch oder Baum mit eiförmigen, 3- 5 lappigen, grobgezähnten Blättern. Die Blüten stehen in gestrahlten Trugdolden. 

Standort:

In Wäldern, an feuchten Stellen in Gebüschen, an Flussufern und Bächen durch ganz Europa. Wird vielfach auch in Gärten und Anlagen gepflanzt. 

Blütezeit:

Mai- Juni: weiß. – (Beeren reifen im September.)

 

 

Wirkstoffe:

Biburnin.

Wirkung:

Giftverdächtig. Der Genuss der Beere bewirkt Erbrechen.

 

 

Anwendung:

Viburnum wird in der Homöopathie bisweilen gegen Kolik angewandt. 

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Name:

Schwalbenwurz
Vincetoxicum officinale Moench ( Asclepias vincetoxicum L. = Cynanchum vincetoxicum Pers.). 

Giftwurzel, Judenwurz. 

Standort:

Auf trockenem Felsen, Trümmerhalden und auf trockenen Waldstellen.
 Der mehrjährige, höckerige Wurzelstock treibt ½ bis 1 m hohe, krautartige, aufrechte, einfache, stielrunde Stengel mit kurzgestielten, zugespitzten, unten eirund- herzförmigen, nach oben schmäleren, dunkelgrünen Blättern. Die Blüten stehen blattachselständig und blattachselgipfelständig, langgestielt, wechselweise, einzeln oder paarweise in Dolden. Wenn die reifen Samenkapseln aufspringen, so erscheinen die zusammengedrückten, mit seideglänzender Haarwolle am oberen Ende versehenen Samen. 

Blütezeit:

Juni- Juli: weiß.

 

 

Wirkstoffe:

Vincetorin, Asklepiadin.

Wirkung:

Die ganze Pflanze, besonders die Wurzel, hat einen eigentümlichen, durchdringenden Geruch (trocken geruchlos) und einen anfangs süßlichen, dann scharfen Geschmack.
Die Wurzel soll Brechen erregen und wirkt schweißtreibend. Die Pflanze wird zu den giftigen, mindestens aber stark giftverdächtigen gezählt.

Verwendung:

Wurzel

Anwendung:

Der Wurzelstock wurde früher als Rhiz.Vincetoxi im Aufguß gegen typhöse Fieber, Pocken, Wassersucht in der Medizin angewendet. Der aus dem frischen Kraut gepresste Saft gilt als gutes Mittel gegen veraltete Geschwüre.
Ist ein selten verwendetes homöopathisches Mittel. 

Gegenmittel:

Milch, Milchsuppe, Haferschleim.

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Name:

Seidelbast
Daphne mezereum L.
 
Gemeiner Kellerhals, Brennwurz, deutscher oder Bergpfeffer, Giftbäumlein, Waldlorbeer.

Standort:

In schattigen, feuchten Bergwäldern Europas allgemein verbreitet, doch nur vereinzelt.
Bis 1,20 m hoher Strauch mit graubrauner Rinde, vielästig. Zuerst (Februar- März) erscheinen die rosaroten, ungestielten, zu dritt in den Achselstellen der abgefallenen vorjährigen Blätter sitzenden Blüten; Blätter lanzettlich, ganzrandig, weich, krautig, in einem Schopfe stehend. Die reifen Früchte sind hellrot, eiförmig. 

Blütezeit:

Februar- März: rosenrot.

Sammelzeit:

(Wurzel und Rinde vom Stamm werden vor der Blüte gesammelt).

Wirkstoffe:

Daphnin. Nach Zwenger und Sommer enthält die Rinde auch Umbelliferon.

Wirkung:

Blüten von betäubend süßlichem Geruch. Die Rinde von D. mezereum und laureola ist brennend-scharf und zieht auf der Haut Blasen. Rinde und Samen enthalten beißend- scharfe Giftstoffe.
Die Vergiftung äußert sich durch brennendes Kratzen im Mund und hals, Durstgefühl, Erbrechen, Durchfall; in schweren Fällen narkotische Nebenwirkungen mit Schwindel, Betäubung und Krämpfen, Tod. 10- 12 Beeren sollen einen Erwachsenen zu töten vermögen.

Verwendung:

Rinde, Samen und Wurzel.

Anwendung:

In der Homöopathie wird Mezereum gegen Altersschwäche, Knochenhautentzündungen, nässende Flechten, Gesichtsschmerzen, Rotlauf und Keuchhusten, Syphilis, Kopfgrind angewendet.
In der Allopathie gibt man die Abkochung oder das Pulver bei veralteten syphilitischen Knochen- und hautleiden, rheumatischen und gichtischen Gelenkleiden. Stärkste Einzelgabe der Abkochung 0,75g, Tagesgabe höchstens 3,0g. Vor Missbrauch wird dringend gewarnt! Man wende die ebenso guten Giftfreien Kräuter an. 

Gegenmittel:

Zunächst Erbrechen herbeiführen, dann schleimige und ölige Getränke genießen.

Name:

Seifenkraut
Saponaria officinalis L.
 
Seifenwurzel, Speichelwurz, Waschkraut. 

Standort:

Auf Sandboden, an Wegrändern und Hecken, an Flussufern, auf Kiesbänken, Schuttplätzen und Hügeln. Wird auch angepflanzt wegen der Wurzel. 
Kahles Kraut mit ausdauerndem, weißlichem Wurzelstock und aufsteigendem oder aufrechtem, bis 50 cm hohem Stengel; Blätter lanzettförmig oder elliptisch. Die Blumen stehen büschelig am Gipfel und in den oberen Blattachseln in reichblumigen, doldigen Afterdolden. 

Blütezeit:

Juni- August: rosarot.

Sammelzeit:

Frühjahr und Herbst, das Kraut von Juni an vor der Blüte.

Wirkstoffe:

Saponin und Saporubin, ferner Gummi, Schleim, Harz.

Wirkung:

Die fingerdicke, warzige Wurzel hat einen anfangs süßlichen, schleimigen, dann scharf bitterlich- kratzenden Geschmack. Beim Reiben mit Wasser gibt die Wurzel einen seifenartigen Schaum.
Wurzel und Blätter enthalten das in größerer Gabe giftig wirkende Saponin. Das Wurzelpulver wirkt stark nieserregend.

Verwendung:

Die Wurzel von älteren Pflanzen und das Kraut.

Anwendung:

Die Seifenwurzel war früher offizinell. Sie dient nur noch selten als Absud (10-15g auf eine Tasse) bei Katarrhen, Brust-, Magen- und Darmverschleimung, Rheumatismus, Gicht, als Auflage bei Hautausschlägen, Geschwüren, Syphilis.
Die Abkochung schäumt wie Seifenwasser und wird gewöhnlich als Fleckenreinigungsmittel angewandt.
Saponaria wird in der Homöopathie nur selten gebraucht. 

Gegenmittel:

 

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Name:

Sevenbaum
Juniperus sabina L.
 
Sadebaum, Siebenbaum, Siegenbaum 

Standort:

Auf steinigem und felsigem Boden in den Gebirgsgegenden Mittel und Südeuropas. Wird vielfach angebaut.
Immergrüner Strauch, bis 3m hoch, mit aufsteigenden, meist nach einer Seite gewendeten, stark verzweigten Ästen; Blätter kahl, gegenständig, zweigestaltig, die einen klein, schuppenförmig, dicht dachziegelartig aufeinandergelegt, die anderen länger, nadelförmig, abstehend. Der Sevenbaum ist zweihäusig. Die weiblichen Sträucher tragen kugelige, schwarzblaue, weiß gestreifte Beeren.  

Blütezeit:

April- Mai

Sammelzeit:

während der Blüte.

Wirkstoffe:

Sabinaol, das Sabinol und Sabinen enthält.

Wirkung:

Die Pflanze hat einen höchst unangenehmen, wanzenartigen Geruch und schmeckt bitter beißend.
Das Sabinaöl gehört zu den kräftigsten Giften; es wirkt auf das Gefäß- und Nervensystem, erzeugt Magen- und Darmentzündung, wirkt ferner kräftig auf die Unterleibsorgane, besonders Nieren und Gebärmutter. Als Vergiftungserscheinungen treten auf: Brennen im Schlunde, Leibschmerzen, Harnzwang, Verlangsamung des Pulses, blutige Durchfälle, Blutharnen, Krämpfe, Betäubung, nach 12- 14 Stunden oder auch später der Tod. 90 % der Vergiftungen enden mit dem Tod.

Verwendung:

Die jungen Zweige und Blätter sowie das Öl (Oleum Sabinae aethereum) aus diesen und den Beeren.

Anwendung:

Von der missbräuchlichen Verwendung der Pflanze als Abotivum ist dringend abzuraten, da stets Lebensgefahr besteht und immer Folgeerscheinungen zurückbleiben. Die Früchte werden innerlich gegen Wassersucht, Mutterblutungen, Unfruchtbarkeit, Weißfluß, Gicht und Rheumatismus, äußerlich bei eiternden Geschwüren, chronischen Hautausschlägen, Knochenfraß und Feigwarzen verwendet, ferner zu   Gurgelwasser und Einspritzungen. Die stärkste Einzelgabe ist 1,0g, die größte Tagesgabe 5,0g.
Vor Verwendung wird dringend gewarnt. 

Gegenmittel:

 

†††

Name:

Stechapfel
Datura stramonium L.
 
Dornapfel, Teufelsapfel, Tollkraut. 

Standort:

Über die ganze Erde verbreitet; Heimat wahrscheinlich am Schwarzen Meer. 
Wurzel einjährig, senkrecht, bräunlichweiß, mit zahlreichen Fasern; Stengel bis 1 m hoch, aufrecht, mehrmals gegabelt, mit gestielten, geaderten, glatten, buchtiggezähnten Blättern, Blumenkrone trichterförmig, einblättrig, etwas gefaltet, in den Gabelungen der Zweige sitzend. Die Frucht sieht der Rosskastanienfrucht ähnlich, grün, stachelig, 4fächerig. Samen sehr zahlreich, rundlich- nierenförmig, braunschwarz. 

Blütezeit:

Juni- September: schön weiß.

Sammelzeit:

Blätter von der blühenden Pflanze im Juni; Samen von der reifen Frucht im September.

Wirkstoffe:

Hyoszyamin, Atropin, Skopolamin, Daturin.

Wirkung:

Die Pflanze hat einen widrigen, süßlichen, betäubenden Geruch und ekelhaft- bitteren, salzigen Geschmack. Die Blätter riechen, wenn nicht berührt, angenehm. Alle Teile sind giftig, besonders die Samen, die zu den heftigsten narkotischen Giften zählen.
Die Vergiftungserscheinungen nach dem Genuss, der häufig mit dem Tode endigt, gleichen denjenigen der Tollkirsche und des Bilsenkrautes, doch ist die Wirkung schneller und kräftiger: Trockenheit des Mundes und Rachens, Schlingbeschwerden, Durst, Schwindel, Erbrechen, rotblaue Färbung des Gesichtes, Pupillenerweiterung, Sehstörungen, Delirien, Tobsucht, Krämpfe, Tod.

Verwendung:

Blätter und Samen.

Anwendung:

In der Medizin bei mancherlei Nervenleiden Folia Stramonii, größte Einzelgabe 0,2g, größte Tagesgabe 1g, äußerlich zu schmerzstillenden Kataplasmen. Man gibt den Samen bei nervösem Gesichtsschmerz, Neuralgie, Asthma, Hustenreiz, Keuchhusten, Nierenkolik, Veitztanz, Epilepsie. Infolge der Giftigkeit ist von einer Anwendung dringend abzuraten und dem Arzt die Verordnung zu überlassen.
In der Homöopathie wird Stramonium bei Geistesstörungen, Säuferwahnsinn, Tobsucht, Asthma, Epilepsie, Gesichtsschmerzen, Veitztanz Delirien, Gemütsleiden verwendet.

Gegenmittel:

Brech- und Abführmittel (Rizinusöl), fette Öle, Kaffee, Milch, Essig, Zitronen- und Weinsäure, Jodlösung und Tannin, kalte Umschläge auf den Nacken, kalte Begießungen des Körpers.

††

Name:

Sterndolde große
Astrantia major L.
 
Schwarze Meisterwurz 

Standort:

Auf Waldwiesen, in Gebüschen, im südlichen Gebiet häufig.
Ausdauerndes Kraut mit schwarzem, walzenförmigem Wurzelstock. Wurzelblätter handförmig- 5teilig, Zipfel länglich- verkehrt- eiförmig, spitz, fast 3spaltig, ungleich scharf eingeschnitten- gesägt.  

Blütezeit:

Juli- August: weiß oder rosafarbige Dolde.

Sammelzeit:

 

Wirkstoffe:

Die wirksamen Bestandteile sind noch unbekannt.

Wirkung:

Scharf, bitter, schwach purgierend. Giftig sind alle Teile, besonders die Wurzel.

Verwendung:

Wurzel

Anwendung:

War früher als Radix Imperatoriae nigrae offizinell.

Gegenmittel:

 

†††

Name:

Sumach
Rhus toxicodendron L.
 
Giftbaum, Gifteiche, Gistrebe 

Standort:

Wurde früher bei uns in Gärten und Parkanlagen angepflanzt, wegen seiner Giftigkeit aber ausgerottet; kommt hie und da verwildert vor.
Die holzige Wurzel treibt strauchartige, vielästige Stengel, die seitlichen weit umherkriechend. Die Blätter sind dreizählig, langgestielt; Blättchen zart, oberseits dunkel-, Unterseite hellgrün; Endblättchen gestielt, eiförmig, ganzrandig und kahl. Die Blüten stehen in blattachselständiger Traube; die Blümchen sind ziemlich langgestielt. 

Blütezeit:

Juni- Juli

Sammelzeit:

Juni- Juli. Werden bei Sonnenschein gesammelt; Berührung mit den nackten Händen vermeiden!

Wirkstoffe:

Soll Toxikodendronsäure, Kardol und Rhußgerbsäure enthalten.

Wirkung:

Die Blätter schmecken zusammenziehend, die linsen - großen, rötlichen, behaarten Früchte sehr sauer.Der Giftsumach ist eine sehr gefährliche Pflanze, da schon die bloße Berührung heftig wirkt. Nicht jeder ist indessen gleich empfindlich gegen die Giftwirkung.
Während einige Personen keinen Schaden nehmen, wirkt bei anderen schon die Ausdünstung vergiftend. Bei manchen erzeugt schon längeres Anfassen und Drücken der Blätter einen Krätzeartigen, heftig juckenden Ausschlag, rosenartige Entzündungen, Blasen und selbst Anschwellung des ganzen Körpers. Nach längerem betupfen des Handrückens mit den Blättern hat man schon nach wenigen Stunden Entzündungen beobachtet die nach wenigen Tagen in Eiterung überging und mehrere Wochen zur Heilung bedurfte. Es sind auch Fälle bekannt, in denen Gartenarbeiter, die einen Ast absägten, erblindeten. Anscheinend ist die Wirkung je nach dem Wetter verschieden: bei trüben regnerischem Wetter sollen die Giftwirkungen stärker sein als bei warmem, klarem Wetter.
Der giftige Bestandteil der Pflanze ist in dem gelblich- weißen Milchsaft enthalten, der durch die an Stengel und Blättern befindlichen feinen Brennhärchen bei der Berührung abgesondert wird

Verwendung:

Die Blätter, Folia s. Herbae Rhois toxicodendri

Anwendung:

Die Toxikodendron- Tinktur wird bei Lähmungen, Gicht, chronischem Gelenkrheumatismus, Ischias, Hautausschlägen, Neuralgien angewendet. Anwendung durch Laien sehr gefährlich! 

Gegenmittel:

Vielleicht dürften Heublumenauflagen bei äußerlichen Entzündungen vorteilhaft wirken.

Name:

Sumpfdotterblume
Caltha palustris L.
 
Kuhblume, Fettblume, Schmirgel, Schmalzblume, Butterblume. 

Standort:

In Wassergräben, Sümpfen und Teichen, auf nassen Wiesen. Niedriges, kahles, saftiges, glänzendes Kraut mit abwechselnd gestellten, herz- nierenförmigen Blättern, die unteren langgestielt, die oberen fast sitzend, von dunkler, fast bräunlichgrüner Farbe. 

Blütezeit:

April- Juli: groß, dottergelb.

Sammelzeit:

 

Wirkstoffe:

Ein Alkaloid.

Wirkung:

Wird zu den giftverdächtigen, scharfen Pflanzen gezählt.

Verwendung:

Kraut, Blumen, Knospen.
Die Blütenknospen werden, in Essig eingemacht, als Kapern gegessen (der Essig macht das Gift unwirksam) und vielfach zur Fälschung der echten Kapern benutzt.

Anwendung:

Gehört zum Homöopathischen Arzneischatz.

Gegenmittel:

Wie beim Hahnenfuß.

††

Name:

Sumpfkraut
Calla palustris L. 

Schlangenkraut, Schlangenwurz, Schweinsohr. 

Standort:

Auf sumpfigen Waldwiesen, Torfbrüchen. Aus dem langen, kriechenden, im Schlamme wurzelnden, oft schwimmenden Wurzelstock treiben gestielte Blätter und nackte Blütenschäfte. Blätter am Grunde mit tütenförmigen Nebenblättern, herzförmig, spitz, viel rippig- fiedernervig. Der mit Blüten völlig bedeckte Kolben ist von einem weißen Scheidenblatt umgeben. 

Blütezeit:

Mai- Juli.

Wirkung:

Die roten Beeren sind giftig. Der Wurzelstock ist brennend scharf.
Die Wurzeln haben ähnliche, doch mildere Wirkung als die des Aron; ihr Genuss bewirkt Schwindel, Erbrechen, Anschwellen der Glieder. Durch Kochen und trocknen verlieren sie diese Eigenschaft. Sie wurden früher gegen den Biss giftiger Schlangen verwendet.

Verwendung:

Wurzeln.

Name:

Sumpfläusekraut
Pedicularis palustris L.
 
Moorkönig 

Standort:

Auf sumpfigen Moorwiesen. 
Die Pflanze hat einen aufrechten, bis 50 cm hohen, vom Grunde an aufrecht- ästige Stengel mit farnwedelartigen, fiederschnittigen Blättern. Blumen blattachselständig, kurzgestielt, traubig. 

Blütezeit:

Mai- Juni: purpurrot.

 

 

Wirkstoffe:

Rhinanthin, kann in Rhinanthogenin und Zucker gespalten werden.

Wirkung:

Die Pflanze riecht unangenehm und schmeckt scharf.; sie wird von den Tieren nicht gefressen.

Verwendung:

Kraut und Früchte.

Anwendung:

Das Kraut war früher äußerlich und innerlich gegen erschlaffte Geschwüre in der Medizin gebräuchlich. – Die Früchte dienen als Volksmittel gegen Läuse. 

Marion Burke grün 2004 - 2013

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