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Tabernaemontanus - seine Werke, seine Arbeit, sein Leben

Tabernaemontanus, genannt Jacob Theodor, hat das geschafft, was man heute unter einer "Megakarriere" versteht. 1522 in Bad Bergzabern in die Rolle des Leibeigenen hineingeboren, verstarb er im August 1590 in Heidelberg als freier Mensch und Professor für Medizin und Botanik. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Hieronymus-Bock-Gesellschaft hat das Museumsteam eine Ausstellung zum "Sehen, Fühlen und Riechen" geschaffen, die diesem besonderen Menschen, seiner Arbeit und seinem Leben gewidmet ist.
In Neuhausen, seit genau 100 Jahren ein Stadtteil von Worms, hat Tabernaemontanus lange Jahre gewohnt, geforscht und unterrichtet. Um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, hat er Kindern reicher Leute mit der damals vorherrschenden Strenge "Manieren" beigebracht.

Jacob Theodor--Tabernaemontanus, wie er sich später auch nannte -- wurde um 1522 als Jacob Ditter/Diether (Theodor) im heutigen Bergzabern geboren, erhielt seine Schulausbildung in Straßburg und entdeckte schon früh seine Leidenschaft für Kräuter und deren Wirkung. 1538 betätigte er sich als Kräutersammler im Raum Weißenburg im Elsaß, zwei Jahre später absolvierte er ein Medizinstudium in Padua und Montpellier. Nach seiner Rückkehr nach Weißenburg im Jahre 1548 setzte er seine Sammlertätigkeit fort und traf im Jahr darauf erstmals mit dem damals bedeutendsten Botaniker Hieronymus Bock zusammen, der zu diesem Zeitpunkt Leibarzt des Grafen Philipp II. von Nassau-Saarbrücken war. Als 1551/52 die Pest in der Pfalz grassierte, nutzte Theodor das erworbene Wissen zur Behandlung von Kranken. 1553 stellte er ein Buch ("Gewisse Pratick ...") fertig, in dem er seine Erfolge bei der Pestbekämpfung schilderte und therapeutische Ratschläge gab.
Nach dem Tode des Hieronymus Bock wurde Theodor 1554 kurzzeitig dessen Nachfolger als gräflicher Leibarzt, kehrte aber schon im gleichen Jahr erneut nach Weißenburg zurück, um sich hier als Arzt und Apotheker zu betätigen. Am 26. August 1562 immatrikulierte er sich im Alter von 40 Jahren an der Universität Heidelberg, um das Medizinstudium auch an einer deutschen Universität zu absolvieren, da die im Ausland erworbene Ausbildung in seiner Heimat nicht anerkannt wurde. Als 1563/64 in Heidelberg die Pest ausbrach, brachte Theodor eine aktuelle Pestschrift heraus, in der er seine persönlichen Erfahrungen verarbeitete. Nach weiterer zehnjähriger Wirkungszeit nannte er sich 1573 erstmals offiziell der "Artzney Doctorn". -- 1590 starb Theodor in Heidelberg. Die Medizingeschichte wertet ihn (neben Hieronymus Bock) als den bedeutendsten pfälzischen Mediziner und Botaniker des 16. Jahrhunderts.
Zu den Exponaten der Ausstellung zählen wichtige Dokumente seines Lebens (wie etwa das Heidelberger Matrikelbuch mit dem Immatrikulationsvermerk aus dem Jahre 1562), einige seiner Schriften, darunter sein Lebenswerk, das 1588 veröffentlichte "New Kreuterbuch" und zahlreiche weitere Dokumente aus der Medizingeschichte des 16. Jahrhunderts.

Die älteste Nachricht von einer Heilquelle in der Nähe Frankfurts datiert aus dem Jahre 1581 und erschien in dem balneologischen Bestseller "Neuer Wasserschatz", geschrieben von Jakob Theodorus, genannt Tabernaemontanus, Stadtarzt in Worms und Leibarzt des Bischofs von Speyer. Tabernaemontanus mußte den Bischof 1569 wegen dessen "Leibsblödigkeit" auf einen Deputationstag nach Frankfurt begleiten; dort wurde er von einem zufälligen Bekannten auf die Heilwirkungen des "Sauerbrunnens" in Schwalbach, dem heutigen Bad Schwalbach, aufmerksam gemacht. Er testete die Wirkung erst am eigenen Körper und ließ dann auch den Bischof in den Genuß der Heilquelle kommen. Zum Lobe der derart über die engeren Grenzen des Ortes bekannt gewordenen Mineralquelle verfaßte er schließlich den "Neuen Wasserschatz". Ein Original dieses Buches befindet sich zusammen mit 18 anderen Bäderführern aus jener Zeit in der Frankfurter Stadt- und Universitätsbibliothek und der Senckenbergischen Bibliothek.

Mit freundlicher Genehmigung von   10 Hans G. Christoph 

 

Marion Burke grün 2004 - 2013

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